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Handlungsprojektionen


Akkumulation

Philipp Polik
31. März bis 31. Mai 2012
Eröffnung am 30.03..2012 um 19.00 h

Mitte der Neunziger Jahre studierte Philipp Polik nach dem Abitur sehr spontan, wie er sagte,in Frankreich Kunst. Zurück in Deutschland bewarb er sich an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg und wurde 1998 in die Klasse der Malerin und Bildhauerin Christine Colditz aufgenommen. Seine zuerst expressive Malerei entwickelte Philipp Polik wärend seines Studiums in eine abstrakte Malerei und 2004 wurde er als Meisterschüler ausgezeichnet.
2009 lernte Philipp Polik in Fulda Franz Erhard Walther kennen, einen international erfolgreichen deutschen Künstler, der so namenhafte Schüler in seiner Klasse hatte, wie Martin Kippenberger oder Jonathan Meese. Philipp Polik bestreitet nicht, wie stark der Einfluß von Franz Ehrhard Walther auf seine aktuelle Kunst bzw. Serie: "Handlungsprojektionen" ist:
Handlungen werden projiziert, abgebildet. Wir sehen Abbilder von Handlungen. Es geht um alltägliche
Handlungen von kurzer Dauer. Das Austeilen von Spielkarten, das Ordnen eines Schreibtisches, das
Sortieren von Arbeitsblättern. Es ist die Transzendenz dieser Handlungen, die Polik interessiert. Sie weisen auf innere gedankliche
Prozesse hin, jener des Gedächtnisses, des Verstandes. Daher auch die Fremdworte, die sich in den Titeln der Bilder finden, z.B. Akkumulation, was
soviel wie Anhäufung bedeutet oder Foliation, was soviel wie "Bildung einer blättrigen Schicht" bedeutet.Philipp Polik möchte uns damit einen Freiraum für Vorstellungen lassen. Er schafft einen
Spielraum und innerhalb dieser Grenzen herrscht eine
gewisse Freiheit der Interpretation. Und noch etwas
fällt bei dieser Malerei auf. Sie ist sehr reduziert, konkret und geometrisch. Was wir sehen, ist äußerst übersichtlich dargestellt. Fast wie Zeichen oder Symbole. Handlungszeichen, Handlungssymbole. Diese Kunst ist eher ein Gegenpol zur heutigen Zeit. Ruhige, übersichtliche und ernsthafte Malerei.

Matthias Apel, Galerie JuRisch.

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